Key-Man-Insurance – London calling

Wichtige Assets oft schlecht geschützt - Schlüsselpersonen

Die Suche nach dem Team ist einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg. Das Risikomanagement von Investoren in Bezug auf das eigene und Portfoliounternehmen endet meist mit der Auswahl des Teams. Das funktionierende Kollektiv soll einen ungewünschten aber möglichen Ausfall einer Schlüsselperson auffangen. Meist folgt über eine entsprechende Ausgestaltung der Prozesse im Unternehmen eine weitere Risikostreuung. Dennoch hängt branchenübergreifend der Erfolg vieler kleiner und mittlerer Unternehmen oft an den Fähigkeiten einiger weniger. Tod oder Arbeitsunfähigkeit einer Schlüsselperson können zu einer existenzbedrohenden Situation führen oder zumindest den Wert des Unternehmens zeitweise empfindlich beeinträchtigen. Internationale Märkte zeigen, wie man diesem Katastrophenszenario mit einer attraktiven Lösung begegnen kann.

Versicherungsangebot in Deutschland passt nicht!

In Deutschland firmieren unter dem Begriff Key-Man-Insurance meist besondere Varianten der Dread-Disease-Versicherung, einer speziellen Ausprägung der Berufsunfähigkeitsversicherung. Gedeckt ist hier in der Regel die Erkrankung einer Schlüsselperson an einer Auswahl von schweren Krankheiten wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs, etc.. In diesem Fall leistet der Versicherer nach Feststellung durch einen Arzt die vereinbarte Versicherungssumme an das Unternehmen. Diese Policen müssen mit einer mehrjährigen Laufzeit (Mindestlaufzeit 5 Jahre) gegen monatlichen Beitrag abgeschlossen werden. Verfügbare Versicherungssummen gehen selten über 2 – 3 Mio. € hinaus. Ergänzen kann man diesen Versicherungsschutz noch um eine klassische deutsche Risikolebens- oder Unfallversicherung, wenn dieser Schutz in der Police nicht enthalten sein sollte. Um ein Gefühl für den Preis einer solchen Abdeckung zu bekommen, kann man davon ausgehen, das bei einer umfangreichen Deckung, für einen 45 jährigen Mann bei einer Versicherungssumme von 500.000 € ein monatlicher Beitrag von ca. 600,-- € fällig wäre. Vorraussetzung wäre in diesem Fall eine umfangreiche medizinische Untersuchung der zu versichernden Person.

Internationale Märkte haben die bessere Lösung!

In London, einem Schlüsselmarkt für innovative Versicherungslösungen, wurde von Lloyd´s of London die klassische Key-Man-Insurance nach angelsächsischer Prägung entwickelt. Die englische Lösung basiert auf einer Schaden-, Unfallversicherung, nicht auf einem Produkt aus dem Vorsorgebereich und ist der Versicherung für Profisportler nachempfunden. Versichert ist der Tod, sowie wahlweise die temporäre und/oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Dabei hat der Versicherungsnehmer zusätzlich noch die Option festzulegen, ob sich die Arbeitsunfähigkeit auf die eigene oder jede Art von Tätigkeit beziehen soll. Entscheidender Unterschied ist die weiter gefasste Definition von Arbeitsunfähigkeit, ohne abschließende Listung an Krankheiten. Versicherbare Interessen in der Key-Man-Insurance sind:

1.    Temporärer oder dauerhafter Ersatz der Schlüsselperson
2.    Entgangener Gewinn, durch den Verlust der Schlüsselperson
3.    Interessen von Aktionären, sonstigen Gesellschaftern und Risikokapitalgebern
4.    Absicherung von Darlehn oder sonstigen Fremdmitteln

Versicherbare Schlüsselperson können sämtliche natürliche Personen sein, die unmittelbar mit den Geschäften der Gesellschaft in Verbindung stehe. Üblicherweise handelt es sich um das Management, Vertriebler, Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung & Entwicklung oder bestimmte Projektmanager. Die Risikoprüfung findet anhand übersichtlicher Fragebögen statt. Verfügbare Versicherungssummen starten normalerweise bei 500.000 € und gehen bis 10 Mio. €, wobei auch deutliche höhere Summen vereinbart werden können. Vorraussetzung ist stets eine klare Begründung für die Höhe der Summe. Die Mindestlaufzeit ist ein Jahr. Die Prämie wird als Jahresprämie erhoben. Preislich würde die Londoner Version „ceteris paribus“ bei besserem Versicherungsschutz bei ca. 2.750 € Jahresprämie liegen.

Fazit

Eine sinnvolle Key-Man-Insurance in Deutschland muss so gestaltet sein, dass die Bedürfnisse von Kapitalgebern gedeckt werden. Der gute Investor wird stets versuchen sein Risiko über das Kollektiv oder die Prozesse zu streuen. Dennoch gibt es Umsetzungsphasen in denen die Risikostreuung noch nicht gewährleistet ist. Regelmäßig ist dies kurz nach dem Verkauf eines Unternehmens an einen Finanzinvestor der Fall. Teilweise auch dauerhaft, wenn es um besonders innovative Unternehmen geht die einen technologischen Vorteil über Personen verteidigen müssen. Der deutsche Aufbau des Risikoschutzes für Schlüsselpersonen führt oftmals nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Sowohl Aufwand, Versicherungsschutz als auch verfügbaren Versicherungssummen und Preis passen nicht zu den Vorstellungen der Investoren. Insbesondere die Verpflichtung zur Mehrjährigkeit macht die Deckung unbrauchbar für einen Finanzinvestor, der langfristig nicht in die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen investieren kann. Die passende Lösung für einen Finanzinvestor muss daher entsprechend dem Angebot aus London

1.    mit vertretbarem Aufwand abschließbar sein,
2.    in hohe Versicherungssummen zur Verfügung stehen,
3.    flexiblen Versicherungsschutz bieten,
4.    als Jahrespolice verfügbar sein,
5.    preislich attraktiv sein

damit dem Finanzinvestor eine sinnvolle Alternative für die Selbsttragung des Risikos angeboten wird.